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Öko-Abwracken | Verschrottung und Recycling der Costa Concordia

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Öko-Abwracken | Verschrottung und Recycling der Costa Concordia

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Havarie der Costa Concordia

Havarie der Costa Cocordia

Vollbild
Die Havarie der Costa Concordia gehörte zu den schlimmsten Katastrophen der zivilen Schifffahrt in den letzten Jahrzehnten. Das einstmals größte italienische Kreuzfahrtschiff schlug am 13. Januar 2012 vor der Insel Giglio im Mittelmeer Leck. 32 Menschen kamen ums Leben. Der Grund: Versagen des Kapitäns. 
Als um 22.58 Uhr das Evakuierungssignal ertönt, bricht an Bord Panik aus. Passagiere prügeln sich um Plätze in den überfüllten Rettungsbooten, Menschen flüchten ins Meer, um an Land zu schwimmen. Augenzeugen berichten von chaotischen Zuständen während der Evakuierung. Die Schräglage des Schiffes erschwert auf der Backbordseite das Ablassen der Rettungsboote ins Wasser zu lassen.
Auf Giglio eilen die Einwohner zum Hafen, sie bringen heiße Getränke und Decken für die Schiffbrüchigen. Einige Menschen finden in der Kirche eine Notunterkunft. Kapitän Schettino gibt an, es seien noch 300 Menschen an Bord der "Costa Concordia". Vor Mitternacht verlässt auch er das Schiff - und verstößt damit gegen den Ehrenkodex der Kapitäne. Er sei in ein Rettungsboot gestolpert, wird er später behaupten.
Die letzten 70 bis 80 Passagiere an Bord werden von Hubschraubern evakuiert, die das Patrouillenboot angefordert hat.
Um 1.46 Uhr meldet sich die Hafenkommandatur auf Schettinos Handy: "Vada a bordo, cazzo!", (auf deutsch: "Kehren Sie an Bord zurück, verdammt noch mal!"). Schettino kehrt nicht zurück und wurde zu einem Symbol für Feigheit.
Animation zum Hergang des Unglücks













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Vor der Küste Italiens stand ein Team von Spitzen-Ingenieuren bereit, um die letzte und kritischste Phase in einem enormen Unterfangen einzuleiten: das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia aufzurichten, zum Schwimmen zu bringen und den Abtransport in den Hafen von Genua einzuleiten. Die Bergung des Schiffes gehörte zu den erstaunlichsten Ingenieurleistungen, die je unternommen wurden.
National Geographic Channel begleitet diesen beispiellosen Abtransport und die vorhergegangene Ingenieurs-Arbeit.

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Zweieinhalb Jahre später heult die Schiffssirene ein letztes Mal als die Costa Concordia in Genua einläuft.
Das Schiff wird in seine Einzelteile zerlegt und sichert Hunderten Menschen für etwa zwei Jahre ihre Arbeitsplätze. Italien garantiert für eine Rückführung aller Materialien und eine Recycling-Quote von 80 bis 90 Prozent.
Das Verschrotten soll etwa 1 Milliarde Euro kosten und die fast 40.000 Tonnen Stahlschrott 15 Millionen Euro einbringen.

Das Schiff wird hauptsächlich mit dem Schweißbrenner zerlegt und die Teile dann an Land deponiert, verkauft oder weggeworfen. Das ist eine Menge Arbeit", beschreibt Ralf Sören Marquardt, Geschäftsführer des Verbands für Schiffbau und Meerestechnik, das Abwrackverfahren des Ozeanriesen.


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Interview

Manfred Greifzu

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Das so genannte autogene Brennschneiden oder Autogenschneiden ist ein thermisches Trenn- oder Schneideverfahren. Die Zündtemperatur liegt dabei zwischen 1150 °C und 1250 °C.
Beim Abwracken eines Schiffes hat das Verfahren den Vorteil, dass es extrem flexibel ist. Man kann die benötigten Flaschen, also Sauerstoff und Brenngas, überall leicht per Hand hin transportieren und sofort mit der Arbeit beginnen.
Das Brennschneiden mit Sauerstoff hat eine mehr als 100jährige Tradition.
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Manfred Greifzu

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Film Autogenes Brennschneiden

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Schweißfugen Trenntechnik

Die hier angewendete Form des Autogenschneidens ist eine Stufe zur Schweißvorbereitung. Die erzeugte Schweißfugenform dient dem späteren Zusammenfügen der Bleche durch das Schweißen. Die Schnitte werden deshalb auch Schweißfugen genannt. Möglich sind senkrechte Schnitte und so genannte Gehrungschnitte, wie schräge Schnitte von Fachleuten bezeichnet werden. 75% aller Schweißfugenvorbereitungen werden durch Brennschneiden erzeugt.
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Manfred Greifzu

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Brennschneiden | Bedeutendes Produktionsverfahren in der Metallindustrie

Autogenes Brennschneiden ist eines der bedeutendsten Produktionsverfahren in der Metallindustrie.
Trotz der zunehmenden Bedeutung der anderen Schneid-verfahren, wie Plasma- und Laserschneiden, bleibt das autogene Brennschneiden ein sehr wirtschaftliches Verfahren. Die Industrie benutzt das Brennschneid-Verfahren traditionell für alle Materialstärken bis 600 mm Dicke. Während es für sehr dünne Materialien (3 bis ca. 20 mm) inzwischen gute Alternativverfahren gibt, wie zum Beispiel das Plasma- oder Laserschneiden.
Bei besonders großen Materialstärken ist es sogar das einzig mögliche Verfahren. Wird das Brennschneid-Verfahren richtig angewendet, kann eine hervorragende Schnittqualität erzielt werden, bei der sowohl Unter- als auch Oberkante scharfkantig und die Schnittflächen sauber und eben sind.
Allein in Deutschland beträgt die Schnittlänge aller durch Brennschneiden hergestellten Schnitte jährlich etwa
750.000 km.
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Manfred Greifzu

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Auf den Weltmeeren sind ungefähr 47.000 Handels- und Personenschiffe unterwegs. Sie werden in der Regel nach 30 bis 40 Jahren ausgemustert.
Allerdings verunglücken jedes Jahr im Schnitt 146 große Schiffe, von denen 100 sinken. Auf hoher See ist man in Gottes Hand, sagt ein Sprichwort. Viele Seeleute kommen nie zurück.
Noch mehr Menschen als beim Untergang der Costa Concordia starben auf der Fähre "Rabaul Queen" vor Papua-Neuguinea am 2. Februar 2012. 110 Tote wurden beklagt. Die meisten schwer verunglückten Schiffe sind jedoch Frachtschiffe - wie der Containerfrachter "Rena", der am 5. Oktober 2011 bei voller Fahrt auf ein Riff vor Neuseeland krachte.
Die havarierten Schiffe werden in sogenannte Abwrackwerften geschleppt.  Dort werden sie auseinandergenommen um die Einzelbestandteile – vor allem tausende Tonnen Stahl – wiederzuverwerten. Egal wo und wie Schiffe ihre letzte Ruhe finden, Brennschneiden ist die gängigste und verbreitetste Methode, um ein Schiff zu zerlegen.
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Impressum

Ansprechpartner:

Stefan Oberdörfer    
Tel. +49 69 6603 1238  
stefan.oberdoerfer@vdma.org  
 Lyoner Straße 18    
60528 Frankfurt am Main

https://sdg.vdma.org

In unserem Flyer "Autogentechnik – universell, flexibel und immer modern" finden Sie alle Anwendungen auf einen Blick.

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Kapitel 1 Öko-Abwracken | Verschrottung und Recycling der Costa Concordia

VDMAreportage

Kapitel 2 Havarie der Costa Concordia

Kapitel 5 Interview

Manfred Greifzu

Kapitel 7 Interview

Manfred Greifzu

Kapitel 8 Film Autogenes Brennschneiden

Kapitel 9 Schweißfugen Trenntechnik

Kapitel 10 Interview

Manfred Greifzu

Kapitel 11 Brennschneiden | Bedeutendes Produktionsverfahren in der Metallindustrie

Kapitel 12 Interview

Manfred Greifzu

Kapitel 13

SOS Seenot

Kapitel 14 Impressum

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Kapitel 16 Mehr Multimedia Reportagen

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